Klimawandel – wie mit einem der größten aktuellen Probleme umgehen?

Das Thema Klimaschutz ist zwar schon seit vielen Jahren aktuell, gewinnt derzeit aber mehr öffentliche Aufmerksamkeit.
Dürre-Sommer 2018, steigende Preise für Nahrungsmittel und Fridays for Future – ob man will oder nicht, der Klimawandel ist DAS THEMA in dieser Zeit. Doch was bedeutet das für Unternehmen?

Marlies Hedlund von DIE VERTRIEBSAGENTUR und Markus Erdmann von bizkom – Agentur für Kommunikation haben darüber diskutiert.

Marlies Hedlund: Ich finde es gut, dass wir uns diesmal mit einem aktuellen Thema und dessen Relevanz für Unternehmen auseinandersetzen. Es mag dem einen oder anderen vielleicht schon etwas über sein, immer und immer wieder davon zu hören, zu lesen und Berichte darüber zu sehen, es ist nun mal eines der größten Probleme unserer Zeit.

Markus Erdmann: Ob man will oder nicht, das Thema ist nicht zu ignorieren. Klimaschutz wird zunehmend wichtiger für Firmen, denn in einer Welt ohne Leben können keine Geschäfte gemacht werden. Verbraucher achten zunehmend darauf, welchen klimatischen Fußabdruck Unternehmen hinterlassen. Ich gehe davon aus, dass dieser Trend sich noch weiterentwickeln und immer wichtiger werden wird.

Marlies Hedlund: Prinzipiell sehe ich dies genauso. Wir haben eine Verantwortung für die Umwelt und sollten sich dafür einsetzen, ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen. Es gibt viele Dinge, oft auch sehr kleine, einfach umzusetzende, die zu Verbesserungen führen.

Markus Erdmann: Leider hört man in solchen Diskussionen immer wieder Aussagen, dass andere Länder ja bei weitem nichts für die Umwelt tun würden und es deswegen vor Ort auch keinen Sinn ergibt.

Marlies Hedlund: Ja, ein gern genutztes „Argument“ von Menschen, die den Klimawandel leugnen oder nichts in ihrem Umfeld verändern möchten. Dabei bietet der Klimawandel viele Möglichkeiten, insbesondere für findige Unternehmen. Natürlich werden sich etablierte Dinge in Zukunft nicht mehr so gestalten lassen, wie es heute noch Usus ist, aber in der Neuausrichtung von ganzen Wirtschaftskreisläufen, Unternehmen, Produktionsweisen und Produkten liegen viele Chancen, die es zu nutzen gilt. Veränderung und Wandel gehören zu Unternehmen, wie das Gehalt für Arbeitnehmer.

Markus Erdmann: Absolut und wer schon heute damit begonnen hat oder gerade startet, kann das für seine Marketing-Maßnahmen nutzen. Wer nur aus Alibi-Gründen Greenwashing betreiben will, sollte natürlich besser schweigen, aber wer einen ehrlichen Ansatz verfolgt, das eigene Handeln als Unternehmen klimafreundlicher zu gestalten, sollte das auch nach außen dokumentieren. Das wird heute von Kunden mehr und mehr abgefragt und auch entsprechend honoriert.
Im Gegenzug sehen sich Unternehmen, die als klimaschädigend wahrgenommen werden, immer heftigeren öffentlichen Angriffen ausgesetzt, die in sozialen Netzwerken, Foren und Medien stattfinden.

Marlies Hedlund: Meiner Meinung nach tun Unternehmen schon längst etwas für den Klimaschutz. Einsparungen an Energie und Material senken nicht nur die Kosten, sondern waren schon immer für den Klimaschutz gut. Nur wurde dies nicht an die „große Glocke“ gehangen und moralisch aufgeladen. Sondern einfach gemacht.
So kenne ich kein Unternehmen hier in Deutschland/Schweiz/Österreich in dem es in der Kaffeeküche Plastikbecher etc. gibt. Das ist selbstverständlich.
Es gibt immer wieder besondere Aktionen in Unternehmen – wie Fahrräder zu günstigen Konditionen oder freie Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. Schon vor einigen Jahren wurde davon berichtet, nur ist dies inzwischen eine allseits bekannte Lösung, die sich nicht mehr als Marketingaktion eignet.

Diese Tage las ich im Spiegel online von einem Unternehmen, dass ihren Mitarbeitern drei Tage zusätzlich Urlaub gewährt, wenn sie keine Flugreise unternehmen. (www.spiegel.de/karriere/flugreise-verzicht-berliner-firma-gibt-drei-tage-extra-urlaub-a-1269509.html) Dieses Unternehmen kommt mit dieser Information in vielen überregionalen Medien.

Markus Erdmann: Natürlich muss man bei solchen Aktionen darauf achten, dass Mitarbeiter sich nicht unter Druck gesetzt fühlen. Vor allem dann, wenn sie doch eine Reise mit dem Flugzeug antreten. Wobei es dafür ja mittlerweile die Möglichkeit gibt, den CO2-Ausstoß durch entsprechende Kompensationsangebote am Markt zu neutralisieren.

Marlies Hedlund: Aus meiner Sicht tragen wir als Unternehmer u.a. die Verantwortung für ein gutes Betriebsklima, den betrieblichen Erfolg und auch für unsere Umwelt. Dies sollte in einem guten Einklang sein. Wenn ich die aktuellen Medien verfolge und sehe, dass auch die Diskussion dahin geht, dass Arbeit der größte „Klimakiller“ ist, dann gibt mir dies schon zu denken. (https://ze.tt/wenn-du-was-gegen-den-klimawandel-tun-willst-geh-weniger-arbeiten/?utm_campaign=ref&utm_content=zett_zon_parkett_teaser_x&utm_medium=fix&utm_source=zon_zettaudev_int&wt_zmc=fix.int.zettaudev.zon.ref.zett.zon_parkett.teaser.x)

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